Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Stadtteilreinigungsgesellschaft mbH (STR) sind wieder in Bewegung. Nach dem deutlichen Warnstreik im Juli haben die komba gewerkschaft hamburg und der dbb hamburg gemeinsam mit der Arbeitgeberseite am 11. August 2026 die zuletzt festgefahrenen Gespräche über einen eigenständigen Haustarifvertrag wieder aufgenommen.
Unser Warnstreik hat Wirkung gezeigt.
Für uns als komba gewerkschaft hamburg und dbb hamburg ist klar: Der Einsatz der Kolleginnen und Kollegen war wichtig. Nach den zunächst verhärteten Positionen konnte wieder konstruktiv verhandelt werden. Beide Seiten legten im Verlauf der Gespräche überarbeitete Konzepte vor und diskutierten verschiedene Lösungswege für einen möglichen Tarifabschluss.
An unserer zentralen Forderung halten wir fest: Nicht unter 15,60 Euro!
Ein Tarifabschluss, bei dem am Ende weniger als 15,60 Euro pro Stunde bei den Beschäftigten ankommen, kommt für die komba gewerkschaft hamburg und den dbb hamburg nicht infrage. Das sind mindestens ein Euro mehr als der gesetzliche Mindestlohn von 14,60 Euro, der ab Januar 2027 gelten wird.
Andy Metzlaff, Landesgeschäftsführer der komba gewerkschaft hamburg, erklärt:
„Der Warnstreik unserer Kolleginnen und Kollegen hat deutlich gemacht, dass die Beschäftigten bereit sind, für eine faire Bezahlung einzustehen. Jetzt gibt es wieder Bewegung am Verhandlungstisch. Für uns ist aber entscheidend, was am Ende tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt: Unser Ziel bleibt eine Vergütung von mindestens 15,60 Euro pro Stunde. Die Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag wichtige Arbeit für Hamburg – diese Arbeit muss auch angemessen bezahlt werden.“
In den Gesprächen wurden verschiedene Szenarien erörtert, die möglicherweise zu einem Wahlmodell für die Beschäftigten führen könnten. Noch sind allerdings rechtliche und tarifliche Fragen offen. Entscheidend ist für die komba gewerkschaft hamburg und den dbb hamburg das Gesamtpaket: Sollte das Ziel nicht allein über eine Erhöhung der Tabellenentgelte erreicht werden können, müssen andere tarifliche Lösungen gefunden werden.
Auch die Altersvorsorge gehört dazu.
Gute Arbeitsbedingungen bedeuten für die komba gewerkschaft hamburg und den dbb hamburg nicht nur eine faire Bezahlung heute. Deshalb begrüßen wir, dass auch die betriebliche Altersvorsorge wieder auf der Tagesordnung steht. Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite wollen hierzu eine tarifvertragliche Regelung aushandeln.
Am 24. August wird weiterverhandelt.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 24. August 2026 statt. Dann sollen die noch offenen Fragen geklärt und möglichst die Voraussetzungen für einen Tarifabschluss geschaffen werden.
Für die komba gewerkschaft hamburg und den dbb hamburg gilt weiterhin: Wir verhandeln konstruktiv – aber mit klaren Erwartungen. Wir wollen ein Ergebnis, das die Arbeit und den Einsatz der Beschäftigten der STR wirklich wertschätzt.
komba. kann. anders.
