Mit vielen Kolleginnen und Kollegen beteiligte sich die komba gewerkschaft hamburg am 14. Oktober 2026 an der gemeinsamen Protestaktion von dbb hamburg und DGB Hamburg auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg.
Unter dem Motto „Eure Politik – und das Kartenhaus stürzt ein!“ machten die Gewerkschaften auf die Folgen des geplanten Sparprogramms für den hamburgischen öffentlichen Dienst aufmerksam. Ein Kartenhaus symbolisierte die vielfältigen Aufgaben staatlicher Einrichtungen. Sein symbolischer Einsturz verdeutlichte, was durch zusätzliche Belastungen und Personaleinsparungen auf dem Spiel steht: ein öffentlicher Dienst, auf den sich die Menschen in Hamburg verlassen können.
Landesgeschäftsführer Andy Metzlaff brachte die Position der komba gewerkschaft hamburg in seinem Redebeitrag auf den Punkt:
„Wer den öffentlichen Dienst stärken will, muss die Menschen stärken, die ihn jeden Tag am Laufen halten.“
Die geplante Erhöhung der Wochenarbeitszeit für Beamtinnen und Beamte auf 41 Stunden und die Abschaffung des AZV-Tages bewirken aus Sicht der komba das Gegenteil. Viele Kolleginnen und Kollegen bewältigen bereits heute wachsende Aufgaben, während Stellen unbesetzt bleiben. Eine zusätzliche Arbeitsstunde bedeutet weniger Zeit für Erholung, Familie und die Vereinbarkeit von Beruf und privaten Verpflichtungen. Metzlaff betonte außerdem: Die Folgen zunehmender Überlastung treffen ganze Teams und damit auch die Tarifbeschäftigten. Deshalb stehen beide Beschäftigtengruppen gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen ein.
Unsere Forderungen sind klar:
- Keine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden.
- Keine Abschaffung des AZV-Tages.
- Verbindliche Schutzregelungen für pflegende Angehörige, Schichtdienstleistende und Menschen mit Behinderung.
- Genügend Personal, um die wachsenden Aufgaben zu bewältigen.
Ein handlungsfähiger öffentlicher Dienst ist eine wichtige Grundlage für das Vertrauen in unseren demokratischen Rechtsstaat. Dafür braucht es Beschäftigte, die ihre Arbeit unter guten Bedingungen leisten können.
Die komba gewerkschaft hamburg dankt allen Kolleginnen und Kollegen, die dabei waren und gemeinsam mit dbb hamburg und DGB Hamburg ein sichtbares Zeichen gesetzt haben. Wir setzen uns weiter für Entlastung, Wertschätzung und einen starken öffentlichen Dienst ein.
