komba

gewerkschaft hamburg

Tarifverhandlungen bei der STR gescheitert – komba gewerkschaft hamburg bereitet Urabstimmung vor

8. Juli 2026

Die Tarifverhandlungen zwischen der komba gewerkschaft hamburg, dem dbb hamburg und der Arbeitgeberseite der Hamburger Stadtteilreinigungs GmbH (STR) sind ohne Ergebnis beendet worden. Nachdem die Arbeitgeberseite auch in der jüngsten Verhandlungsrunde keinerlei Bereitschaft erkennen ließ, die Entgelte spürbar vom gesetzlichen Mindestlohn abzuheben, erklärte die Verhandlungskommission die Gespräche für gescheitert.

Für die komba gewerkschaft hamburg ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. Die Beschäftigten der STR leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Freie und Hansestadt Hamburg. Sie sorgen für saubere öffentliche Toiletten, reinigen Containerstandorte und Papierkörbe, beseitigen Graffiti und illegale Aufkleber und tragen damit maßgeblich zu einem sauberen und lebenswerten Stadtbild bei.

Bereits im Mai 2026 war es gelungen, gemeinsam mit der Arbeitgeberseite einen eigenständigen Manteltarifvertrag zu vereinbaren und damit einen wichtigen Schritt zur tarifpolitischen Eigenständigkeit der STR zu gehen. Umso größer war die Erwartung, nun auch bei den Entgelten eine faire und zukunftsfähige Lösung zu erreichen.

Statt eines ernsthaften Angebots präsentierte die Arbeitgeberseite jedoch Berechnungen, die aus Sicht der Verhandlungskommission ein falsches Bild der tatsächlichen Vergütung vermitteln. In die dargestellten Stundenlöhne wurden unter anderem Leistungen eingerechnet, die entweder noch nicht vereinbart oder nicht garantiert sind. Für die komba gewerkschaft hamburg ist klar: Maßgeblich ist der tatsächliche Stundenlohn und nicht eine rechnerische Schönfärberei.

Andy Metzlaff, Landesgeschäftsführer der komba gewerkschaft hamburg, erklärt:

„Wer täglich dafür sorgt, dass Hamburg sauber, gepflegt und lebenswert bleibt, verdient deutlich mehr als eine Vergütung knapp oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Die Kolleginnen und Kollegen leisten körperlich anspruchsvolle und gesellschaftlich unverzichtbare Arbeit. Dafür erwarten wir Respekt – und dieser muss sich auch auf dem Gehaltszettel widerspiegeln. Es ist enttäuschend, dass die Arbeitgeber diese Chance nicht genutzt haben. Die Beschäftigten haben eine faire Bezahlung verdient und können sich auf die volle Unterstützung der komba gewerkschaft hamburg verlassen.“

Nach dem Scheitern der Verhandlungen wird die komba gewerkschaft hamburg ihre Mitglieder bei der Hamburger Stadtteilreinigungs GmbH in den kommenden Tagen zur Urabstimmung über einen unbefristeten Arbeitskampf aufrufen. Parallel wird der Landestarifkommission des dbb hamburg empfohlen, die erforderlichen Beschlüsse zur Einleitung der Urabstimmung und zur Vorbereitung weiterer Arbeitskampfmaßnahmen zu fassen.

Die komba gewerkschaft hamburg wird ihre Mitglieder während des gesamten weiteren Verfahrens umfassend informieren und begleiten. Ziel bleibt weiterhin ein Tarifabschluss, der die Leistung der Beschäftigten anerkennt und ihnen eine angemessene und zukunftssichere Bezahlung garantiert.

Foto (komba) v.l.: Frank Schwark, Andy Metzlaff, Michael Adomat (Verhandlungsführer), Zoran Radanovic, Jens-Uwe Jans
Nach oben scrollen

Unsere Geschäftsstelle ist im Moment geschlossen!

Bis einschließlich 10.09.2023. Schreiben Sie uns Ihr Anliegen und wir werden schnellstmöglich antworten.

Sie haben weitere Fragen? Wir freuen uns auf den Kontakt.