Landesgeschäftsstelle
Landesgeschäftsstelle Hamburg

 

1. Gewerkschaft, was habe ich denn davon?

Spätestens seit der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Meinung über Gewerkschaften wieder gewandelt. Doch auch vorher schon konnten dbb und komba gewerkschaft hamburg Mitgliederzuwächse verzeichnen. Auch wenn der Trend seit Jahren in Richtung Individualität ging oder wenn Unterstützung nur dann gesucht wird, wenn sie gerade nötig ist - den Wert einer starken Solidargemeinschaft schätzen viele immer noch hoch ein und es werden wieder mehr. Mitunter geht es heute wieder - wenngleich unter etwas anderen Vorzeichen - darum, Existenz und soziale Standards zu wahren. In einer Zeit, in der sich mehr und mehr alles um betriebswirtschaftliche Zahlen dreht, ist das keineswegs einfach. Manchmal sind es nur Details, oftmals geht es um "dicke Bretter". Sichern und möglichst verbessern lässt sich vieles nur mit hohen Mitgliederzahlen, die es dem öffentlichen Dienstherrn und Arbeitgeber schwer machen, einfach darüber hinwegzugehen. Sie sehen, der bzw. die Einzelne kann vielleicht alleine nicht viel bewirken, in der Solidargemeinschaft sind sie ein wichtiger Baustein für den gewerkschaftlichen Erfolg. Darüber hinaus bietet z.B. die komba gewerkschaft hamburg neben den "klassischen" Leistungen einer Gewerkschaft, wie qualifizierten Berufsrechtsschutz oder berufspolitische Initiativen, auch zahlreiche wirtschaftliche Vergünstigungen.


2. Ist die komba gewerkschaft hamburg überhaupt tariffähig?

Noch immer mal gerne behauptet wird von unseren gewerkschaftlichen Mitbewerbern, dass die komba gewerkschaft hamburg nicht tariffähig sei und somit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keine Heimat biete. Das ist definitiv nicht so: Über unsere gewerkschaftliche Spitzenorganisation dbb hamburg beamtenbund und tarifunion (www.dbb-hamburg.de) ist die komba gewerkschaft hamburg direkter Tarifpartner von Senat und Arbeitsrechtlicher Vereinigung Hamburg e.V. (www.av-hamburg.de), in der z.B. viele öffentliche Unternehmen Mitglied sind. Im Arbeitskampf zahlt die komba gewerkschaft hamburg Warnstreikgeld und Streikgeld. Auf Bundesebene führt die dbb tarifunion (www.dbb-tarifunion.de) schon seit 1976 die Tarifverhandlungen für ihre Mitgliedsgewerkschaften als anerkannter Tarifpartner von Bund, Ländern und Kommunen, den Trägern der freien Wohlfahrtspflege und des privatisierten Dienstleistungssektors. Fazit: Es gibt keinen Tarifvertrag, der nicht durch die komba gewerkschaft bzw. den dbb beamtenbund und tarifunion und deren Mitwirkung abgeschlossen wird.


3. Was bedeutet eigentlich "komba" genau?

Die komba gewerkschaft organisiert Beschäftigte des Kommunal- und Landesdienstes ("KOM") und zwar Beamtinnen und Beamte ("B") sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ("A"). So ist der Name seinerzeit zu Stande gekommen. Die gewerkschaftlichen Ursprünge reichen in Hamburg über 111 Jahre zurück. Sie sehen, die komba gewerkschaft kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Heute ist sie eine zeitgemäße Solidargemeinschaft mit vielen Leistungen und Services für ihre Mitglieder.


4. Wen kann ich in meiner Dienststelle ansprechen, wenn ich mehr wissen möchte?

Die komba Vertrauensleute vor Ort - denn Nähe ist unsere Stärke - sind Ihre direkten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner rund um Fragen zur komba gewerkschaft hamburg. Sollten Sie einmal nicht wissen, an wen Sie sich wenden können: Die komba Geschäftsstelle hilft Ihnen weiter.


5. Kann ich komba Mitglied werden?

Wenn Sie - gleich welchen Status (z.B. als Arbeitnehmer, als Beamtin, als Auszubildender, als Anwärterin, als Versorgungsempfänger oder als Ruhegeldempfängerin) - bei der Freien und Hansestadt Hamburg oder einer juristischen Person, die unter der Aufsicht oder Einflussnahme der Freien und Hansestadt Hamburg steht (z.B. ein Landesbetrieb, eine Anstalt öffentlichen Rechts oder eine Aktiengesellschaft bzw. GmbH) beschäftigt sind, ist die komba gewerkschaft hamburg die richtige gewerkschaftliche Heimat für Sie. Sie organisiert die vielfältigen Berufsbilder des hamburgischen öffentlichen Dienstes und des privatisierten Dienstleistungssektors, z.B. "klassische" Verwaltungskräfte, Feuerwehrleute, Sozialarbeiter, Schulsekretärinnen, Architekten, Ingenieure, Gärtner, Juristen, Betriebswirte oder Buchhalter. Lassen Sie sich von den Leistungen und Services der komba gewerkschaft hamburg überzeugen: Das Beitrittsformular finden Sie in der rechten Spalte unter "Mitglied werden". 


6. Was sind eigentlich die so genannten "94er-Verhandlungen"?

Nach § 94 des Hamburgischen Personalvertretungsgesetzes (HmbPersVG) ist immer dann eine allgemeine Regelung mit den Spitzenorganisationen der Gewerkschaften und Berufsverbände - z.B. mit dem dbb hamburg beamtenbund und tarifunion (www.dbb-hamburg.de) - zu vereinbaren, wenn die Mitbestimmungsrechte eines oder mehrerer Personalräte eingeschränkt werden sollen. Das ist z.B. dann der Fall, wenn es um die Arbeitszeit aller Beschäftigten geht, bei Telearbeit, beim Beurteilungswesen oder bei Zentralisierungen bzw. Dezentralisierungen. Meist erleichtern und verkürzen die so genannten "94er-Verhandlungen" alternative langwierige Verfahren und Prozesse.


7. Was ist das beamtenrechtliche Beteiligungsverfahren?

Der Senat ist nach § 100 des Hamburgischen Beamtengesetzes (HmbBG) dazu verpflichtet, bei Regelungen der beamtenrechtlichen Verhältnisse die Spitzenorganisationen der Gewerkschaften und Berufsverbände zu beteiligen. Das kann in mündlichen - z.B. vor Ausschüssen der Hamburgischen Bürgerschaft - oder schriftlichen Anhörungen geschehen. Regelmäßig werden jedoch schriftliche Stellungnahmen eingeholt, nachdem die behördeninterne Abstimmung einschließlich erster Senatsbefassung bereits abgeschlossen ist. Die komba gewerkschaft hamburg wirkt dann maßgeblich an den gewerkschaftlichen Stellungnahmen ihrer Spitzenorganisation dbb hamburg beamtenbund und tarifunion (www.dbb-hamburg.de) mit, zumal die meisten Regelungen des Senats ihren Organisationsbereich berühren. Ohne obligatorische Beteiligung kann z.B. ein Gesetzgebungsverfahren gerichtlich gestoppt werden. dbb und komba gewerkschaft hamburg setzen sich darüber hinaus seit langem vor allem für eine frühzeitigere und umfassendere Beteiligung ein, da das praktizierte Beteiligungsverfahren nennenswerte Defizite aufweist.

Kontakt

komba gewerkschaft hamburg
Ferdinandstraße 47
D-20095 Hamburg
Tel.: 0 40 37 86 39 0
Fax: 0 40 37 86 39 11


lg.hamburg(at)komba.de 

Imagefilm der komba gewerkschaft

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