20.06.2018 / komba gewerkschaft

Öffentlicher Dienst: Ohne die Beschäftigten geht es nicht

Andreas Hemsing (Foto: © komba gewerkschaft)
Andreas Hemsing (Foto: © komba gewerkschaft)

Wenn am 23. Juni zum Tag des öffentlichen Dienstes wieder an die Bedeutung dieses Sektors für die Gesellschaft erinnert wird, dann sollten aus Sicht der komba gewerkschaft vor allem zwei Themenfelder in den Blick genommen werden. Sie lauten: Digitalisierung und Gewalt gegen Beschäftigte.

Berlin, 21. Juni 2018. „Mit dem digitalen Wandel und den Angriffen auf Beschäftigte steht der öffentliche Dienst vor Herausforderungen. Damit verbunden sind viele Befürchtungen und konkrete Ängste der Kolleginnen und Kollegen. All diese müssen ernst genommen werden. Ohne die Beschäftigten ist schließlich kein öffentlicher Dienst zu machen“, sagt Andreas Hemsing, Bundesvorsitzender der komba.

Digitalisierung
Zwar ist Digitalisierung in aller Munde, dennoch weiß das Personal häufig nicht, was in der eigenen Kommune geplant ist. Das schafft Unsicherheiten. „Fakt ist, die Digitalisierung verändert Arbeitsabläufe und -plätze in einem bislang ungeahnten Tempo. Klar ist aber auch, dass der öffentliche Dienst einen grundsätzlichen Personalbedarf hat. Die Digitalisierung kann dabei in einigen Bereichen langfristig für Entzerrung sorgen. Daher sehen wir keine Notwendigkeit für einen Personalabbau, sondern vielmehr eine Verschiebung in den Stellenplänen“, erläutert Hemsing.
Die Beschäftigten brauchen eine transparente Kommunikation. Nur so können sie nach Ansicht der komba gewerkschaft die Chancen der Digitalisierung aufgreifen und die Veränderungen konstruktiv sowie intensiv begleiten.

Gewalt gegen Beschäftigte
Angriffe auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ist keine Schlagzeile, die zur Gewohnheit werden darf. Umso wichtiger ist es, ihren Schutz bestmöglich zu gewährleisten und jede Form von Gewalt zu ahnden. „Die Kolleginnen und Kollegen verdienen Respekt. Ein Zeichen dafür ist beispielsweise, dass ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bei jedem einzelnen Fall gelten sollte“, fordert Hemsing. In Nordrhein-Westfalen gaben die komba gewerkschaft nrw und das Kommunalministerium kürzlich den Startschuss für eine neue Studie zur Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Zuvor beleuchtete bereits ein Projekt unter Beteiligung der komba nrw die Übergriffe auf Feuerwehr- und Rettungskräfte.

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